Scanning fotografischer Materialien

Fotografische Bestände sind sehr heterogen bezüglich ihrer Formate, Materialien und ihres Zustands aufgrund von Alterungsprozessen. Gemeinsam ist ihnen jedoch die fotografische Informationsdichte (Tonwertumfang, Auflösung) und damit verbunden die hohen Anforderungen an deren Verarbeitung.

Unsere Scanauflösungen und Colorimetrik

  • RGB 8- bis 16-bit je Kanal / Graustufen / Farbe 24-bit / Farbräume und Profilierung nach Absprache
  • Für Durchsichtvorlagen 300 bis 4'000 dpi
  • Für Aufsichtsvorlagen 240 bis 1'200 dpi
  • Entsprechend der Projektzielsetzungen wird die jeweils geeignete Scanningtechnologie gewählt.

Aufsichtsvorlagen

Positivabzüge, Fotocollagen, Fotoalben


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Fotoabzüge von Negativen gibt es nicht nur in allen möglichen Formaten, Grössen und Techniken, sie sind auch auf verschiedensten Papierarten entwickelt worden. Je nach Verwendungszweck werden hochauflösende Scans, z.B. für den Abdruck in Publikationen, oder kleinere Bilddateien, etwa für den Versand via E-Mail, hergestellt.

Einfachen Positivabzügen lassen diverse Weiterverarbeitungsmethoden zu: in Familienalben oder Bildcollagen, z.T. kombiniert mit Beschriftungen oder Zeichnungen, in den unterschiedlichsten Formaten und Zuständen. Je nach Gebrauchszweck können diese Vorlagen in verschiedenster Weise digitalisiert werden. 

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Durchsichtsvorlagen: verschiedene Dias und Negative

Kleinbilddias oder -negative, Grossbilddias, Kunststoff – schwarz-weiss oder farbig


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Kleinbildnegative und -dias sind nicht nur unhandlich und daher unpraktisch, sondern je nach Material bergen sie auch Risiken: während Acetatfilme das Essig-Säure-Syndrom entwickeln und damit auch umliegende Filme zersetzen können, droht bei Nitratfilmen die Gefahr, dass sie sich selbst entzünden.

Mit dem digitalen Zeitalter verschiebt sich der Fokus zunehmend auf die schnelle Anwendbarkeit von Informationen. Kleinformatige Bildvorlagen geraten damit leicht in Vergessenheit oder gehen gar verloren, da entsprechende Wiedergabegeräte, wie Diaprojektoren oder andere Vergrösserungsapparate, nicht mehr länger produziert oder verwendet werden. Erst durch Scanning werden kleine Durchsichtsvorlagen wieder nutzbar gemacht und können dann in beliebiger, heute gefragter Form weiter verarbeitet werden.

Auch grössere Formate sind schwer zu handhaben. Wichtige Bildinhalte können erst nach dem Scannen digital bearbeitet und einer weiteren Verwendung zugeführt werden.

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Glasplatten

Glasplatten schwarz-weiss, Glasplattendias schwarz-weiss, Glasplattenautochrome


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Vor der Entwicklung von Kunststoffnegativen wurden Negative auf Glasplatten produziert. Diese waren bis in die 1940er Jahre gebräulich. Materiell bedingt sind diese Vorlagen äusserst fragil und bedürfen ganz besonders sorgfältiger Behandlung. Nach dem Digitalisieren und damit der Zugänglichmachung werden die Originale im optimalen Fall endverpackt und möglichst nicht mehr genutzt.

Dasselbe gilt auch für Glasdias. Aufgrund ihrer Fragilität sollten sie möglichst nicht berührt werden. Durch Aufschriften am Bildrand, in vielen Fällen mit Karton abgeklebt, enthalten sie aber wichtige Metadaten, die digital (mit)erfasst werden können.

Die Glasplattenautochrome (umkehrentwickelte Farbrasterplatten) konnten produktionsbedingt bereits  mehrere Farbtöne wiedergeben und wurden ab 1907 bis in die 1930er Jahre in verschiedensten Formaten hergestellt. Sie funktionieren nach dem Kornrasterverfahren mit rot, blau und grün eingefärbten Stärkekörnchen aus Kartoffeln und einer Bromsilber-Gelatine-Emulsion. Diese besonderen Qualitäten bleiben im Digitalisat bestens erhalten.

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