Beispiel Filmarchiv

Aufgrund unserer Erfahrung mit Archivprojekten und insbesondere mit der Digitalisierung und Archivierung von Filmbeständen schlagen wir Ihnen folgendes Vorgehen vor:

  • Bewertung
  • Scanning
  • Erschliessung
  • (Langzeit-)Archiv und Nutzung, z.B. mittels einer Media Asset Management Software

 

Typischerweise liegt in einem Archiv eine Vielzahl von heterogenen Informationsträgern vor:

  • Filme, vorwiegend 35m, auch 16mm; teilweise mit Ton (Licht- und Magnetton)
  • Video, in den unterschiedlichsten Formaten
  • Fotografische Bestände in verschiedenen Formaten (Dias, Negative, Papier, Alben, u.s.w.)
  • DVD, CDs in sehr verschiedenen Dateiformaten
  • Weitere Datenträger wie Tapes, Moviepak, HDDs

 

 

Typische Ausgangslage und Handlungsbedarf

Das Film- und Videoarchiv des Konzerns gibt einen umfassenden Einblick in die Tätigkeiten der letzten 10 Jahrzehnte. Das Konvolut ist historisch und politisch von hohem Interesse, bietet Einblick in unzählige Marketing- und Ausbildungsaktivitäten der Firma und legt nicht zuletzt Zeugnis ab über die allgemeinen, internationalen Geschäftstätigkeiten eines Traditionsunternehmens.

Das gegenwärtige Archiv ist ungenügend erschlossen: Die Findmittel sind zu wenig aussagekräftig, die analogen Filmrollen sind ohne Aufwand nicht einsehbar. Eine gezielte Nutzung ist daher kaum möglich, aufwändig oder wenig attraktiv. Wie bei Filmarchiven üblich, sind die ersten Filme rund 30 bis 100 Jahre alt und haben somit die bekannte „Halbwertszeit“ bezüglich der Haltbarkeit der damals verwendeten Filmmaterialien erreicht. Analoge Zerfallsprozesse gefährden den Bestand (Rotstiche, Essigsyndrom, etc.).

 

Strategische Projektziele

  1. Das Archivmaterial soll so erschlossen werden, dass das gezielte Suchen, Finden und Nutzen multimedial möglich wird.
  2. Eine Digitalisierung der analogen Filme, Videos und Fotomaterialen ist somit zwingend.
  3. Die Medienfiles sollen alsdann über eine zu definierende IT-Infrastruktur und Multimediadatenbank vermittelt und distribuiert werden.
  4. Die sichere Archivierung der neu zu erstellenden digitalen Surrogate (Scans ersetzen die originalen Filmrollen) soll langfristig gewährleistet sein. Die Kostenfolgen der Aufbewahrung dieser digitalen Daten muss langfristig quantifizierbar und minimiert werden. Wiederkehrende Folgekosten sind zu vermeiden, und eine hohe Technologieunabhängkeit besitzt höchste Priorität.