Technik und Hintergrund Bits-on-Film

Allgemeine Hintergrundinformationen wie ein Systembeschrieb und Einsatzmöglichkeiten des Mediums Film, RGB Laser Recording, Ilfochrome Micrographic Film und Images-on-Film finden Sie unter:

Technik und Hintergrund zum Mikrofilm allgemein


Encoder und Decoder


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Die Speicherung (Encoder)

Der Binärcode einer beliebigen digitalen Datei wird mittels eines Encoders in einen Barcode, bestehend aus weissen und schwarzen Punkten, umgewandelt. Das Resultat ist ein (TIFF-) Bild mit hellen und dunklen Punkten.       

Diese Punkte werden dann als Bild auf dem optischen Medium (Film) mittels Laser aufbelichtet. (Bei einer CD brennt der Laser vergleichsweise Vertiefungen und Erhöhungen, welche dort den Binärcode darstellen.)

Der daraus resultierende visuelle Charakter dieser Bildpunkte bildet die Grundlage für das jederzeit einfache und technologieunabhängige Rücklesen dieses Datenträgers.

Das Rücklesen (Decoder)

Das Lesen des Films erfolgt in drei Stufen:

  • Einfaches Scannen des Films mittels Scannern oder Digitalkameras
  • Decodieren der gewonnenen Bitmaps: Wandlung des Barcodes in die ursprüngliche Binärdatei des Quellobjektes
  • Validieren des Ergebnisses via Checksumme oder digitale Signatur
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Vorteile von Monolith™


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Das Verfahren Monolith™ verfügt über diese komparativen Vorteile gegenüber konkurrierenden Produkten und Verfahren:

  • Die speicherbare Datenmenge ist unbegrenzt.
  • Das dargestellte System vereint maschinen- und menschenlesbare Informationen auf demselben Datenträger. Wir bezeichnen dies als Hybridfähigkeit.
  • Monolith™ basiert auf Materialien, die in der Archivwelt bekannt sind. Der Mikrofilm hat sich als Archivmedium bereits vielfach bewährt.
  • Monolith™ erlaubt als einziges Speichersystem einen "shoot and forget" Ansatz, der sich als ideal für die Anwendung in der Revisionssicherung herausgestellt hat.
  • So können zum Beispiel Informationen ohne Migration über einen gesetzlich vorgeschrieben Zeitraum von 20 Jahren und länger archiviert werden.
  • Das entwickelte Filmmaterial kann nicht mehr verändert werden und stellt somit eine Form eines digitalen Siegels (Authentizität) dar.
  • Die Anleitung zum Dekodieren kann auf dem Datenträger direkt visuell abgelegt werden, somit wird der Datenträger selbsterklärend.
  • Das dargestellte System ist nicht anfällig auf technologischen Wandel, da für das Lesen der Daten eine Basisfunktionalität der IT verwendet wird: Das Aufnehmen von Bildern.
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Verfügbarkeit der Software und Technologieunabhängigkeit


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Der Encoder ist kostenpflichtig. Der Decoder hingegen ist frei verfügbar und zudem mittels Pseudocode und Whitebooks so dokumentiert, dass er jederzeit mit einem Arbeitsaufwand von ca. 2 Monaten unabhängig von den Herstellern nachgebaut werden könnte.

Softwareentwicklung

Die Weiterentwicklung, insbesondere die Adaptionen von Encoder und Decoder hinsichtlich verschiedener Ausbelichtungssysteme, erfolgt in Zusammenarbeit mit der Firma Bitsave AG und der Universität Basel.

Whitebook Monolith™ auf
Anfrage erhältlich
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Kleine Geschichte von Bits-on-Film


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Bits-on-Film: Keine neue Idee

  • 2011 startet Monolith II, ein weiteres KTI Förderprojekt, und endet 2012. Wirtschaftspartner sind die Bitsave AG und die Fachlabor Gubler AG. Zweck des Projektes ist die Steigerung der Speichereffizienz und die Interoperabilität, also die Verwendbarkeit auf verschiedenen bestehenden Systemen der Filmausbelichtung.
  • 2009 wurde an der Universität Basel das vom Bund (BBT, KTI) geförderte Projekt Monolith I zusammen mit der Fachlabor Gubler AG als Wirtschaftspartner gestartet und plangemäss 2010 abgeschlossen. Unterstützt worden ist das Projekt von zahlreichen Partnern aus der Archiv- und Bibliothekswelt, unter anderem durch das Schweizerische Bundesarchiv und verschiedene Staatsarchive.
  • 2004 wurde das Thema Bits-on-Film von Professor Dr. R. Gschwind und seinem Team an der Universität Basel in Form des vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützten Projektes „PEVIAR“, permanent Visual Archive, neu aufgerollt.
  • Bereits 1967 hat die Firma IBM das IBM1369 Photodigital Storage System (PDSS) entwickelt. Das System war damals nicht als Archiv, sondern als Speichersystem entwickelt worden und ist deswegen schnell durch die damals aufkommenden Magnetbänder substituiert worden.
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